Montagsmotivation

Welt retten mit Selbstfürsorge?

Ich bin nur mal kurz die Welt retten … nanana. Ohrwurm verteilt? Check. Die besten Gespräche finden ja meistens am Küchentisch statt. Ganz oft mit meinem Partner – der ist nämlich ein beeindruckend schlauer Mensch. So kam es, dass wir am Sonntag über das Welt retten sprachen. Dieses Thema zieht sich bei uns in den letzten Wochen und Monaten konstant durchs Leben. Und wie könnte es ander sein, wenn es ums Welt retten geht, dann geht es immer auch um Nachhaltigkeit.

Und was hat das Ganze nun mit Selbstfürsorge zu tun? Irgendwie scheint das ja einen großen Kontrast zu bilden. Selbstfürsorge betrifft – vielleicht beinahe egozentrisch – “nur” mich selbst. Wohingegen Welt retten – nun ja – die Welt betrifft. Also so von Außen betrachtet zumindest. Aber ist das wirklich so? Dazu möchte ich euch eine kleine persönliche Geschichte erzählen.

In den letzten Monaten ging es mir so furchtbar wie schon lange nicht mehr. Ich hatte ein tiefes, dunkles und finsteres Loch erreicht in dem ich permanent das Gefühl hatte nicht gut genug zu sein, zu versagen und überhaupt alles nur ganz schrecklich fand. Eine solche dramatische Phase hatte ich schon sehr lange nicht mehr, ich würde sagen in den letzten 10 Jahren gar nicht. Ich hatte jegliche Form der Selbstfürsorge aufgegeben, von Selbstliebe brauchen wir eigentlich gar nicht mehr zu sprechen.

Meine Gedanken kreisten immer mehr um mich, mein Versagen, mein Gefühl nicht genug zu sein. Ich konnte mich locker einen Tag lang nur damit beschäftigen wie furchtbar ich alles und jeden fand (ganz vorne auf dem ersten Platz mich selbst) und was alles blöd lief. Weltuntergangsstimmung war da gleich inklusive. Passend dazu gab es auch entsprechende Nachrichten in den Medien und viel, viel Angst.

Und dann, als ich festgestellt habe, dass es so nicht weiter gehen kann, habe ich langsam angefangen mich daraus heraus zu kämpfen. Schritt für Schritt mit kleinen Momenten der Selbstfürsorge und viel, viel Geduld. Aus einer Abwärtsspirale heraus zu klettern ist nämlich gar nicht so einfach. Aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag.

Und wisst ihr was passiert ist, als ich wieder anfing mich um mich selbst zu kümmern? Ganz allmählich wurde mein Horizont wieder größer. Ich konnte aufhören nur über die eigene vertrackte Situation nachzudenken, mich immer im Kreis um mich selbst zu drehen und einfach anhalten. Mit dem Anhalten wurde es nach und nach wieder möglich über den eigenen Tellerrand zu blicken und damit war ich ganz schnell wieder bei der ganzen Welt angekommen.

Damit ich mich mehr mit Nachhaltigkeit, Klimaschutz, sozialer Gerechtigkeit und meiner Rolle im System der Welt und meiner Verantwortung zu Veränderung beschäftigen konnte, musste ich bei mir ankommen. Ich musste mir darüber bewusst werden wer ich bin, sein möchte und wohin die Reise geht. Doch dafür brauchte es Arbeit an mir selbst und einen liebevollen Umgang mit mir.

Mit Nachhaltigkeit beschäftigt habe ich mich schon davor, noch aktiver konnte ich erst werden, als ich mich selbst anerkannt und wertgeschätzt habe. Nur dadurch war Nachhaltigkeit wieder (mehr) möglich. Und das allerschönste daran? Für mich gehört nachhaltig leben und kaufen nun fest zur Selbstfürsorge dazu. Nutze ich nämlich Produkte, die nachhaltig sind beispielsweise im Bereich von Nahrungsmitteln oder Kosmetika, dann tue ich das in erster Linie aus einem liebevollen Umgang mit mir und der Welt. Und das enthält eine Belohnung in sich selbst und dazu ein tolles Gefühl für mein Leben im Besonderen. es fühlt sich nämlich noch zehnmal besser an, wenn mein gekochtes Essen nachhaltig ist oder die Körperlotion mit der ich mich eincreme der Umwelt keinen Schaden zufügt. Quasi eine win, win, win Situation.

Wie ist es bei euch mit dem Welt retten? Seid ihr dafür auch noch bereiter, wenn ihr gut auf euch aufgepasst habt? Einige meiner Selbstfürsorgeschritte könnt ihr hier nachlesen.

Ich wünsche euch einen fantastischen Start in die Woche
Lotte

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