Montagsmotivation

Vorsatz oder Vorwort – das ist hier die Frage.

Mit dem Jahr 2019, das morgen beginnen soll, fassen wir alle wieder neue Vorsätze, Ideen und Ansprüche, die es in den kommenden 365 Tagen zu bewältigen gilt.

Im letzten Jahr habe ich 18 Vorsätze für 2018 gefasst und tadaaaa: vieles davon nicht erreicht. Stattdessen saß ich 2018 im Dezember zwei Stunden heulend auf meinem Sofa, weil ich völlig entgegen meiner eigenen inneren Wahrheiten lebte. (Für die Kempowsiki Kenner war das ein Insider “Dr. Otterstedt hat heute nach der inneren Wahrheit gefragt…”)

Anstatt das morgen beginnende Jahr also mit Vorsätzen zur Selbstoptimierung zu starten, möchte ich viel lieber auf das leise Stimmchen hören, das mir eigentlich sehr deutlich meinen Weg zeigt.

Um das zu tun, habe ich keine Vorsätze für 2019, sondern ein Vorwort. Und dieses Vorwort ist ganz einfach “MUT”
Denn für mich persönlich ist wenig mutiger als den Außenlärm abzuschalten, der die ganze Zeit von Ehrgeiz, Karriere, “Was denken die anderen von mir” und Menschengefallerei redet und einfach bei mir anzukommen. Also nach meinem Rhythmus zu leben, ganz gleich was andere sagen.

Mut ist nämlich nicht nur wie Superman in ein einstürzendes Gebäude zu rennen oder sich Menschen mit Baseballschläger in den Weg zu stellen.
Mut kann eben auch bedeuten sich nicht verunsichern zu lassen und für sich selbst einzutreten. Es kann bedeuten auf die kleine innere Stimme zu hören, die dir seit Jahren sagt “Das hier ist nicht gut für dich”. Nein zu sagen, wenn es heißt Zeit mit Menschen zu verbringen, die man nicht so gerne mag.

Mut ist weniger äußerer Glanz und mehr inneres Leuchten. Mut ist zum Klang des Wasserkochers zu tanzen und im Streit mit dem Partner zu sagen: Ich habe Unrecht. Es tut mir leid.

Mut ist die eigene Unvollkommenheit zu umarmen und zu wissen, dass ich liebenswert bin, auch wenn ich scheitere.

Mut ist zu schauen “Passt das Leben, das ich gerade führe wirklich zu mir?” Er bedeutet Veränderung wagen, auch wenn die Umstände etwas anderes schreien. Mut ist nicht immer einfach, aber manchmal alternativlos. Er bedeutet sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass ich überall gemocht werden und hineinpassen muss, dass es Wege ohne Umwege gibt.

Mein Vorwort für das Jahr 2019 ist Mut. Denn ich weiß, genau das ist dran. Also werde ich üben. Jeden Tag ein bisschen.

Was ist euer Vorsatz oder Vorwort zum Jahr 2019? Ich bin gespannt auf eure Ideen.

Lotte

2 Kommentare

  • Anna

    Ich finde deinen Ansatz echt gut, denn krasse Vorsätze helfen einem nicht unbedingt, sondern sitzen eher wie ein schlechtes Gewissen im Nacken.
    Richtige Vorsätze habe ich für 2019 auch nicht. Eher so kleine Sachen, bei denen man weiß, dass man sie erfüllen kann. Zum Beispiel jeden Monat versuchen ein Buch zu lesen. Das reicht vollkommen als “Vorsatz”.

    Rutsch gut und gesund ins neue Jahr und lass es dir gut gehen. 🙂

    LG Anna

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