Montagsmotivation

Nordic Tales, Lebensträume und Montagsmotivation

Letzte Woche gab es keine Montagsmotivation. Warum? Das ist eine gute Frage, eine Frage, die im heutigen Montagsblog endet. Denn letzten Montag erholte ich mich von den “Nordic Tales”, von der mystischen Schönheit Islands und dem kurzen Trip nach Reykjavik, den mein Partner und ich zusammen machten.

Was hat das alles mit Motivation zu tun? Um ehrlich zu sein: eine ganze Menge. Island, das war immer ein Traumland für mich. Quasi die in der realen Welt verankerte “A Song of Ice and Fire” Landschaft, mit Vulkanen, Gletschern, Naturwundern und so atemberaubender Schönheit, dass es einem den Atem verschlägt.

Island, das ist mein “Nordic Tale”, die Schönheit mitten im Ozean, in der Elfen hausen und Polarlichter den Winterhimmel schmücken. Ein Land, das die Verantwortlichen der eigenen Finanzkrise vor Gericht stellte, das sich damit schmücken kann das 8.höchste pro Kopf Einkommen weltweit zu haben und in dem Fischer mehr verdienen als Manager. Island – mein Sehnsuchtsland. Polarlichter – das Schauspiel, das ich unbedingt einmal mit eigenen Augen bestaunen wollte.
Gleichzeitig ein unfassbar teures Land, in dem ein Urlaub unbezahlbar erschien.

Und dann saß ich eines Abends im August auf dem Sofa. Ich war frustriert, überarbeitet und seelisch angeschlagen. Und mit einem Mal dachte ich: Worauf warte ich eigentlich? Ich werde wahrscheinlich niemals wieder so viel Freiheit haben und so wenig Verantwortung wie jetzt. Ich habe keine Kinder und ich habe ein bisschen gespart. Also fragte ich meinen Partner vorsichtig. Sah in etwa so aus:
Lotte in voller Begeisterung: “Das war schon immer mein Lebenstraum. Ich habe dieses Angebot gefunden. Wir könnten auch Wale anschauen und Polarlichter und es wäre ganz toll und ich habe schon recherchiert und es wäre fantastisch…”
Mein Partner in friesischer Gelassenheit “Na dann machen wir das doch”

Gesagt, gebucht und so erfüllte ich mir mal ganz nebenher einen Lebenstraum.

Warum ist das jetzt eine Montagsmotivation?

Ich erwische mich oft dabei zu sagen: Dass mache ich irgendwann einmal, wenn ich erst Geld habe, schlank bin, weniger arbeiten muss, sich alles etwas beruhigt hat und, und, und…
Dabei ist das eigentlich Quatsch. Wenn ich schon immer etwas machen wollte, dann wird es nie den perfekten Zeitpunkt geben, nie den Moment in dem alles perfekt passt. Ich werde niemals das Gefühl haben jetzt reich genug zu sein um etwas zu tun. Worauf also warten?
Diese Erkenntnis war für mich unfassbar wichtig.

Natürlich handle ich nicht immer danach, dann würde ich wahrscheinlich jetzt nach Island ziehen und nie wieder zurück kommen, aber für Lebensträume, die ich immer wieder aufschiebe finde ich die Frage “Worauf warte ich eigentlich gerade?” total wichtig.

Versteht mich nicht falsch, selbstverständlich gibt es Dinge, die Zeit und Planung benötigen und auch das nötige Kleingeld. Zum Beispiel ist ein weiteres Ziel von uns für mindestens einen Monat nach Kanada zu fliegen und durch das Land zu reisen – das benötigt viel finanziellen Aufwand. Die Planung darf aber gerne schon jetzt beginnen.

Was spricht eigentlich dagegen jetzt an die Träume zu gehen? Worauf muss ich warten, bis ich sie verwirklichen darf? Und wenn ich für immer warte, ist es dann vielleicht zu spät?

Oder, um es mit den Worten einer weisen Bekannten von mir auszurücken.

“Irgendwann ist auch mal Schluss, Lotte. Deine weitere Ausbildung richtet sich nach dir und nicht du dich nach der Ausbildung. Sonst wird das nie was mit dem Leben”

Das war wichtig, auch für die Nordic Tales. Diesen Mittwoch gibt es noch einen kleinen Reisebericht, für alle, die noch nicht genug von Islandbildern auf Instagram haben.

Habt eine wundervolle Woche
Liebste Grüße

Lotte

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