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Montagsmotivation – Was möchtest du sein?

Klimawandel, Katastrophe in Australien, Weltuntergangsstimmung in der Außenpolitik… Im Moment gibt es viele Angebote sich rundherum hilflos und schlecht zu fühlen. Das weltpolitische Geschehen lädt gerne dazu sein, dass ich verzweifle und mich über die Menschheit ärgere. Ich weiß nicht, ob es euch vielleicht auch so geht.

Wenn ich mir entsprechende Gedanken zur Welt und der Zukunft mache, habe ich festgestellt, dass es eine Möglichkeit gibt die Perspektive zu verändern. Warum ist das wichtig? Um ehrlich zu sein klingt es ja erst einmal nach einem kleinen und unwichtigen Unterschied, wie meine Perspektive auf die Welt ist. Ändern tut sich damit ja erst einmal nichts.

Und doch ändert sich alles. Wenn ich mich von der politischen und/oder klimatischen Lage verzweifelt bin, da spüre ich ganz deutlich was für ein Gefühl von Lähmung mit dem gleichzeitigen Gedanken “Ich kann nichts tun” in mir aufsteigt. Und genau das ist gefährlich.

Sich selbst als hilflos erleben ist so ziemlich das toxischste, was ein Mensch erleben kann. Nicht umsonst wird gerade überall von Selbstwirksamkeit gesprochen. Wenn wir uns hilflos fühlen, werden wir traurig, mitunter sogar depressiv und denken es ist völlig egal was wir tun und wie wir uns verhalten. Wenn sich aber ein Großteil der Menschheit so fühlt, dann wird das auch zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Und nicht nur das. Auch das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Etwas von Schwere und Verzweiflung, das uns davon abhält die Dinge zu tun, die uns wichtig sind. Selbstverständlich können wir als einzelner Mensch die Welt nicht alleine retten und wir können nicht beeinflussen wie Politiker anderer Länder agieren und reagieren. Ebensowenig können wir übrigens kontrollieren, ob wir morgen ausgeraubt werden oder uns ein Dachziegel auf den Kopf fällt. Was jedoch in unserer Hand liegt ist unser Umfeld und unser Umgang mit der Situation.

Diesen Umgang dürfen wir nämlich selbst entscheiden. Vor allem dürfen wir aber entscheiden: Möchte ich ein Teil der Lösung sein oder lieber das Problem erzählen?

Und was bedeutet das jetzt? Ein sehr bekannter Psychotherapeut Steven de Shazer, der den Ansatz der lösunsorientierten Kurzzeittherapie entwickelte sagte einmal:

Problem talk creates problems, Solution talk creates solutions.

Steven de Shazer

Das bedeutet, wenn wir anfangen in Lösungsansätzen zu denken, dann kreieren wir eine ganz andere und hilfreichere Herangehensweise an viele Probleme. Selbstverständlich werde ich als einzelner Mensch damit keine großen außenpolitischen Krisen verhindern oder verändern, aber ich kann im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas tun, um die Situationen zu verbessern. Was heißt das nun ganz konkret? Hier eine Liste der Dinge, die ihr tun könnt, um Teil der Lösung anstelle ein Problemerzähler zu sein:

  • Spendet an Organisationen, die ihr unterstützen wollt (beispielsweise diejenigen, die gerade Koalas retten und aufpäppeln).
  • Konsumiert nachhaltiger und kauft second hand oder bei Läden wie Armed Angel (unbezahlte Werbung), um die Ressourcen der Welt zu schonen.
  • Esst eine Woche/einen Monat/ein Jahr lang kein Fleisch und schaut welche vegetarischen oder veganen Gerichte ihr mehr im Alltag integrieren wollt
  • Geht wählen.
  • Verzichtet auf das Fliegen oder gleicht einen Flug und dessen CO2 Bilanz aus.
  • Werdet politisch aktiv.
  • Lächelt die Menschen in eurer Umgebung an und unterstellt ihnen ganz bewusst gute Eigenschaften.
  • Kauft euch einen Thermobecher anstelle eines Wegwerfbechers für den Coffee to go.
  • Investiert euer Geld bei nachhaltigen Banken, die nicht mit Lebensmitteln, Waffen oder der Not anderer spekulieren.
  • Stellt euch die Frage: Wo kann ich heute ein Teil der Lösung sein?

Das ist nur eine kurze Liste an Dingen, die im Alltag gar nicht schwer sind. Natürlich ändern sie nicht die ganze Welt, aber sie sind kleine Marker, die eure Welt ändern. Es ist leicht zu sagen “Die Gesellschaft muss aber etwas ändern”. Dabei vergessen wir schnell, das wir ein Teil der Gesellschaft sind.

Was sind eure Teile der Lösung? Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben, warum es wichtig ist jeden kleinen Schritt zu sehen. Die Geschichte lohnt sich sehr als Metapher 😉
Habt einen wunderbaren Start in die Woche
Liebste Grüße
Lotte

2 Kommentare

  • Elke

    Hallo liebe Lotte, es ist auch jetzt bei mir angekommen,….ich habe keine neuen Kerzen gekauft, Regale aufgeräumt um alles zu sehen …und endlich auch zu ge und verbrauchen, aus schicken alten bunten Jerseys mir endlich mal was praktisches zu nähen….nämlich tragbare Unterwäsche…….die Liste könnte ewig weiter gehen…wenn jeder vor seiner eigenen Strasse kehrt wird sicher die ganze Welt sauberer. Ich glaube das funktioniert und ich glaube an die Menschen. Liebe Grüße von Elke

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