Montagsmotivation

Montagsmotivation: Von Vorbildern

Am Wochenende war ich im Kino. Wir schauten uns “Little Women” an und ich war all in. Jo March war schon immer mein Vorbild. Als kleines Mädchen wollte ich werden wie sie: Stolz, mutig, kreativ und unangepasst.

Vor dem Film unterhielt ich mich mit dem Partner darüber wie viel mir Little Women bedeutet und warum Jo für mich eine so großartige Inspiration war und ist. Dabei wurde mir klar, dass es gar nicht so unwichtig ist, wer die Vorbilder in der Kindheit waren.

Als ich darüber nachdachte wurde mir bewusst, dass meine Vorbilder irgendwie genau das Bild erfüllten nachdem ich mein Leben auch heute noch ausrichten möchte.

Von Georgina Kirren aus den “Fünf Freunde” Büchern lernte ich Wildheit, Entschlossenheit und dass auch ein Mädchen “Jungssachen” genauso gut kann wie ein Junge.
Von Hanni aus “Hanni und Nanni” lernte ich Unbefangenheit und Schabernack.
Pünktchen zeigte mir Hingabe, Freundschaft und Hilfsbereitschaft.
Jo March lehrte mich Entschlossenheit, Standhaftigkeit und die Liebe zum Schreiben und der Fantasie.
Eowyn lehrte mich Mut.
Hermine zeigte mir das Intelligenz und Wissensdurst Freude bereiten.
Elizabeth Bennett trug mir auf für mich und meine Werte einzutreten.

Ich bin, rückblickend betrachtet durch all diese Frauenfiguren zu der Frau geworden, die ich heute bin. Und ich bin ihnen unendlich dankbar für all ihre Geschichten, Ideen und Einfälle. Tatsächlich ist es noch immer eine absolute Ausnahme Frauenfiguren in Romanen und Geschichten zu finden, die inspirieren und komplex sind.

Ich habe, als ich darüber nachdachte, festgestellt, dass ich noch viel mehr danach Ausschau halten möchte, wer mich inspiriert ein besserer Mensch zu werden und nach meinen Werten zu leben.

Manchmal, wenn ich mich ausgelaugt, einsam oder frustriert fühle ist nämlich die Frage: “Was würde Jo March jetzt tun?“gar nicht so verkehrt. Unser Leben verläuft nicht unbedingt wie in Büchern. Ein Wechsel der Perspektive kann jedoch durchaus hilfreich sein, um noch einmal zu schauen, wie mein Leben eigentlich gerade aussieht.

Wenn ich ehrlich bin, dann geht es sogar weniger um die Vorbilder, sondern vielmehr darum mich zu fragen:

Wäre die kleine Lotte von früher stolz auf die Art wie die große Lotte ihr Leben führt.

Meine Werte, meine Lebensausrichtung, meine Art und meine Vorstellung davon was ein gelungenes Leben ausmacht wurde durch unzählige Vorbilder geprägt. Einige davon gab es “nur” in Büchern. Ich bin ihnen unendlich dankbar, dass sie an meiner Seite standen und freue mich darüber, dass sie noch immer ein Kompass sind. Oder um es mit Jos Worten zu sagen:

I intend to make my own way in the world

Louisa May Alcott

Habt einen wundervollen Start in die Woche
Lotte

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