Montagsmotivation

Montagsmotivation – Ein Hoch auf das “faul sein”

 „Faul sein ist wunderschön! Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“

Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

Gibt es etwas Schöneres als faul sein und so einen ganzen Sonntag zu verbringen? Seit ich viele Wochenenden in Seminaren verbringe, schätze ich den faulen Sonntag nur umso mehr.

Faul sein hat einen schlechten Ruf. Wir sollen im Gegenteil im produktiv und optimiert durch den Alltag laufen, keine Minute verschwenden und immer ausgebucht sein. Es gibt eine Glorifizierung des Wortes “Stress”. Ist jemand gestresst und hektisch, so wird er häufig als wertvoll und bewundernswert erachtet. Und ganz ehrlich, ich sitze dem auch immer wieder auf. Ganz oft denke ich “etwas zu tun haben” ist gleichbedeutend mit “ein Leben führen” . Menschen die sooooo viel zu tun haben, halte ich automatisch für toll und wichtig. Beschreibe ich meinen Alltag, dann ist es mir wichtig wie klar alle wissen, dass ich immer fleißig bin.

Was für ein Szenario, oder? Tatsächlich glaube ich sind die meisten Menschen, die immer beschäftigt sind nicht unbedingt glücklicher. Ich weiß zumindest, dass ich es nicht bin. Im Gegenteil, je mehr ich dem Ideal immer fleißig zu sein hinterher renne, desto unzufriedener werde ich mit mir. Meine Kreativität schläft ein und ich werde nur noch müde.

Ein spätes Frühstück im Lieblingscafé, ein langer Spaziergang, ein Kaffee mit einer Freundin, ein gutes Buch. Es braucht nicht viel um das “faul sein” zu feiern, um Auszeiten und Räume zu schaffen. Momente, die mich wieder lebendig machen.

Manchmal vergesse ich “faul sein” im Alltag. Dann heißt es höher, schneller, weiter, sich selbst überholen um jeden Preis. Aber erst wenn wir anhalten erkennen wir, dass einfach dasitzen und vor sich hinschauen nicht nur ein Zusatz, sondern ein wichtiger Teil des Lebens ist. Dafür gibt es Pippi Langstrumpf, die erinnert mich immer an die bunten Alltagsfarben.

Ich habe festgestellt, dass ich mich viel lebendiger und aktiver fühle, wenn ich genau diese Momente habe. Erst dann schöpfe ich die Kraft um wieder loszulegen.

In diesem Sinne läute ich die Woche der Faulheit ein, um Atem zu holen und anzukommen. Bei sich. Einfach mal so.

Liebste Grüße

Lotte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.