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Merry Christmas und ein etwas anderes Weihnachtslied

Ihr Lieben, ich wünsche euch das fantastischste, zauberschönste und wunderbarste Weihnachtsfest! Es ist die Zeit der Märchen, der Gespräche, des guten Essens und der Familie.
Für viele von uns, aber leider nicht für alle.
Auch heute werden sich in den Nachrichten Geschichten über Krieg, Elend und Traurigkeit häufen, wird Verzweiflung und Angst an vielen Orten dieser Welt ein ständiger Begleiter sein. “Wie können wir denn da Weihnachten feiern?”, ist eine Frage, die ich häufig höre.
Können wir. Weil Licht nun einmal auch leuchten muss, wenn es dunkel ist. Gerade dann.
Vor zwei Tagen saß ich mit meinen Eltern vor dem Fernseher und sah das “heute Journal”. Zum Abschluss brachten sie eine Geschichte, die mir eine Gänsehaut hinterließ und an die ich seither immer wieder denken muss.
In Kenia kidnappte eine Gruppe der Al Shabaab Miliz einen Bus. Sie verlangten von den Muslimen sich auf eine Seite des Busses zu begeben und somit die anwesenden Christen dem Tod preis zugeben. Die Muslime weigerten sich dem Folge zu leisten und retteten somit die anwesenden Gläubigen anderer Religionen.
Und, wenn ihr mich fragt, ist genau das Weihnachten.
Nicht der Baum, nicht die Kerzen, nicht das gute Essen. Wenn wir das haben und mit Genuss feiern können – wunderschön.
Aber der Gedanke hinter Weihnachten ist nicht “Essen und Geschenke”,
Es ist Wärme, Hoffnung und das Licht in dunklen Zeiten.
Ich weiß, viele meiner Leser sind wahrscheinlich nicht religiös und das muss man auch gar nicht sein um die Weihnachtsgeschichte zu verstehen.
Es geht um ein Kind, ein Kind das geboren wird ohne Luxus, in ärmsten Verhältnissen und in finsteren Zeiten, Zeiten der Besatzung, des Krieges und bitterster Armut. Aber es kommt zu Welt und verändert sie ohne Schwert und Brimborium, einfach so.
Das ist für mich Weihnachten. Nicht Luxus und Überfluss (auch wenn ich dankbar bin ihn genießen zu dürfen), sondern die Hoffnung und das Wissen: Es gibt ein Licht, auch ein einzelnes Kind kann die Welt verändern, auch ich kann etwas ändern.
Egal ob Christ, Muslim, Jude oder was auch immer. Wir alle können so ein Licht sein.
Deswegen ist mein allerliebstes Weihnachtslied dieses Jahr gar kein Weihnachtslied. Zumindest nicht im “All I want for last Christmas is you and let it Snow” Sinne.
Es ist ein Lied, das den Grundgedanken, der für mich Weihnachten ausmacht, sehr viel besser zum Tragen bringt als viele Weihnachtslieder, die ich kenne,

WIR SIND ALLEIN 
Dein Licht verkümmert und verblasst, die Nacht gibt dir den Rest,
denn du bist allein und hast die Glut schon fast gelöscht,
die noch tief in dir, tief in mir, tief in jedem von uns letzten Sternen schläft.
jeder ist allein, muss seinen Weg allein gehn.
Das ist so schon hart genug und erfordert, um’s zu übersteh’n
so viel Wärme, so viel Kraft, die kein Mensch alleine hat.
Lasst doch unser Licht vereinen, lasst die Wärme wieder spür’n.
Lasst uns doch zusammen scheinen, lasst uns wieder glüh’n!
Wir sind allein über Millionen Sterne,
wenn wir zusammen scheinen, können wir die Welt erhellen.
Sind wir auch klein, sieht man uns doch von ferne,
wenn wir zusammen scheinen durchs dunkle Tor der Welt.
Die Straßen sind gefüllt Männer, Frauen, Kinder, die du nicht kennst.
Und obwohl du mit rennst, bist du doch allein.
Nimm dir eine Hand, hinter dir, neben dir
führe sie zusammen, dass sie ihre Wärme spüren!
Dein Blut fließt auch in meinen Venen,
mein Herz schlägt so wie Dein’s.
Lasst uns doch zusammen legen, was von Anbeginn der Zeit
zusammen zu gehören scheint.
Lasst doch unser Licht vereinen, lasst die Wärme wieder spür’n.
Lasst uns doch zusammen scheinen, lasst uns wieder glüh’n!
Wir sind allein über Millionen Sterne,
wenn wir zusammen scheinen, können wir die Welt erhellen.
Sind wir auch klein, sieht man uns doch von ferne,
wenn wir zusammen scheinen durchs dunkle Tor der Welt.
(Text: Letzte Instanz “Wir sind allein” auf dem Album “Wir sind Gold”)

Also lasst uns ein Licht sein. Einfach so. Ohne zu warten, dass sich die Welt vorher zu unseren Gunsten verändert, ohne auf einen großen Moment zu hoffen, ohne andere dafür verantwortlich zu machen, dass es nicht so ist, wie wir es uns wünschen.
Lasst uns einfach ein Licht sein, weil Weihnachten ist, aber auch einfach weil wir Menschen sind.
An jedem einzelnen Tag und nicht nur zu Weihnachten.
Ich wünsche euch wundervolle Tage
Liebste Grüße
Lotte
PS: Genaueres zu dem Vorfall in Kenia könnt ihr unter anderem hier lesen. 

Ein Kommentar

  • Anonym

    Liebe Lotte,das ist ein sehr lieber Post. Hab schöne Weihnachtszeit mit deinen Lieben!Herzliche GrüßeNatalia

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