Alltags-Lotte

Herbstplaylist für windige Roadtrips

Ich gebe zu, meine Gruftifreunde werden mir an dieser Stelle den Hals umdrehen, denn alles was ich heute schreibe, entspricht so gar nicht dem dunklen und düsteren Gothic Klischee. Aber, wer will schon das Klischee leben und ich gebe offen zu, dass ich nicht zu 100% in die Szene passe. Schließlich soll man mich auch schon gesehen haben wie ich weiß oder grau trug oder – noch schlimmer- vereinzelt in roten Mänteln durch die Leipziger Innenstadt flanierte.
Für mich passt zum Herbst immer ein bestimmter Soundtrack. Ich habe eine heimliche Schwäche für Folk und Singer Songwriter Musik und gerade an stürmischen Abenden, an denen ich mit einem Buch eingekuschelt vor dem Kamin sitze (oder so ähnlich), vermittelt das ein bestimmtes Lebensgefühl, das nur in besonderer Musik wiederzufinden ist.
Ähnlich der Musik, die nach Neuseeland passt. Damals habe ich, während ich mit dem Bus quer durchs Land fuhr, beinahe ausschließlich Mumford and Sons und In Extremo gehört. Keine andere Musik hätte besser dorthin gepasst und ist für mich seither so mit dem Land und der Stimmung verbunden, die mich dort umgab.
Als ich mit meiner Mutter am Wochenende auf dem Weg zum sturmgepeitschten Meer war, hörten wir eine Roadtrip CD, die ich vor einiger Zeit für meinen Vater gemacht hatte. Darauf sind all jene Lieder, die zum Einen wunderbar zu hiesigen Herbststimung passen und zum Anderen bestens geeignet sind um quer durchs Land zu fahren.
Und weil beides ja nun öfter vorkommt (Herbstwetter und on the road sein), dachte ich, ich bringe euch heute zehn Lieder nahe.

Das Lied macht mir immer unglaublich gute Laune. Ich habe nicht die geringste Ahnung warum, aber ich möchte permanent dazu tanzen
DAS Lied, wenn man gerade auf dem Weg zu einer letzten dramatischen Aussprache mit dem Exfreund ist (habe ich gehört von der Cousine des Dackels eines Nachbarn). Irgendwie macht es in besagter Situation sehr viel Selbstvertrauen
Ich muss jedes einzelne Mal lachen, wenn ich den Text höre. Meine liebste Stelle:
“They went up to the graveyard, so holy and sublime
Found out when they got there, they’d left the corpse behind!”
Im Gegensatz zu meinen Klassenkameraden und Altersgenossen bin ich mit den Beatles und der unschlagbaren Musik der 60er aufgewachsen. Mein Vater hat früher Jimi Hendrix und Janis Joplin live gesehen und diese Liebe an mich weiter gegeben. Frank Turner fängt diese Stimmung unschlagbar gut auf, während er ihr einen neuen, eigenen Klang gibt.

Ein Klassiker. Mehr muss ich glaube ich gar nicht sagen
Den möchte ich gerne mal persönlich kennen lernen diesen diable de l’amour. 😉 Carla Bruni ist eine der wenigen Sängerinnen, die ich im Hintergrund laufen lassen kann während ich schreibe oder lese. Sie ist für mich irgendwie der Inbegriff einer Pariserin, auch wenn sie eigentlich Italienerin ist.
Kann man einer Frau ein schöneres Kompliment machen als Jonathan Jeremiah mit dem Satz “I got you in my heart. A wildfire in the darkness” Ich finde nicht.
Wieder so ein Lied, das mir augenblicklich gute Laune macht. Sofort. Und wenn ich es beim Joggen höre, werde ich augenblicklich um einiges schneller.
Das Lied, für den falschen Mann, die falsche Beziehung oder die falsche Zeit, Und manchmal auch für einen selbst. “It’s in the eyes. I can tell you will always be danger”
Ok, alles nur nicht Folk. Trotzdem passt das Lied einfach fantastisch in den Herbst. Es ist wunderschön melancholisch und gehört ebenfalls zu der Musik, die ich auch beim Lernen/Lesen oder schreiben im Hintergrund hören kann. Tatsächlich malt Deine Lakaien mir jedes Mal wenn ich Prosa schreibe ganze Szenen in den Kopf, die ich dann nur noch aufzuschreiben brauchte. Interessanterweise sind die Szenen jedes Mal anders, auch wenn ich dasselbe Lied höre. Eine gute Inspiration. 😉
Wer mir auf Instagram Stories folgt, weiß, bei mir wechseln sich harte Metal Sounds mit “Probiers mal mit Gemütlichkeit” aus dem Dschungelbuch ab. Oder, um es mit den Worten einer Freundin von mir auszudrücken: “Lotte, dein Musikgeschmack definiert sich dadurch, dass er nicht vorhanden ist” Je nach Stimmung höre ich tiefste Gruftimusik, Punk, Metal, Singer Songwriter, Mittelalter Rock, Elektro oder auch mal HipHop. Reden wir einfach nicht über Zugehörigkeiten zu Subgruppen, ok?
Was sind eure liebsten Herbstlieder? Eher getragen melancholisch oder kann es nicht wild und laut genug sein?

Habt den schönsten Start ins Wochenende
Lotte

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