Gothic-Fuchs

Auf der dunklen Seite der Musik- Lottes Gothic Playlist für Einsteiger

Vor einigen Wochen habe ich es ja schon einmal angedeutet. Ich habe große Lust euch heute mit auf die dunkle Seite der Macht zu nehmen. Nicht nur, weil wir dort Kekse haben, sondern auch, weil es dort ziemlich gute Musik gibt.

Musik, die ich wirklich sehr gerne mag und die vielleicht erst einmal abschreckend wirkt, wenn Menschen in schwarzer Kleidung mit diversen Schmuckgegenständen sie zelebrieren. Oder, wie in meinem Fall, wild auf und ab hüpfen und den Text mit grölen. Gothic ist ein Begriff voller Stereotype, vielleicht auch ein bisschen zurecht. Aber vor allem ist es ein Begriff, der unglaublich viele unterschiedliche Schattierungen von Schwarz beinhaltet. Wenn ich euch heute also meine Playlist mitbringe, dann habt ihr nur einen winzig kleinen Ausschnitt in eine Welt voll unterschiedlicher Genres und Bands. Trotzdem, um ein bisschen mit den Klischees aufzuräumen, dass in der Szene alles ganz furchtbar ist, hier eine kleine Auswahl meiner Lieblingsbands. 

Lord of the Lost – Kingdom Come

Mädchenmetal, ich gebe es ja zu. Aber, von den für Metal enorm braven und sanften Klängen einmal abgesehen, macht die Band einfach Spaß. Egal ob als Begleitmusik beim Sport oder tatsächlich live, Lord of the Lost macht Stimmung. Und stilvoller als mit Credo, hat sich kaum eine andere Band bisher eine eigene Hymne geschrieben 
Es gibt nichts, was man an dieser Band nicht mögen kann. Schöne, ein bisschen kitschige Texte mit den besten Lyrics für Liebeslieder (Wave no Flag und C’est La Vie sind die besten Beispiele), soziales Engagement im Kinderhospiz Bärenherz und durchweg sympathisch. Mono Inc ist sanft, aber zauberhaft.
Meinhard habe ich als Vorband gesehen. Normalerweise hoffe ich da immer, dass die Show schnell vorbei ist, bei ihm hätte sie ewig weiter gehen können. Das Album Beyond Wonderland hat es mir besonders angetan, weil es Alice im Wunderland vertont, aber auch Alchemusik ist ein Hochgenuss. Mit Texten, die immer wieder zwischen deutsch und englisch wechseln und großartigen Lyrics wie “By the Time you saved my heart, I will have lost my mind” (aus Blood+Love, auch großartig), ist Meinhard der König der nachdenklichen, psychedelischen Momente. 

ASP – Krabat
Oh ASP… Nicht nur der Krabat Zyklus ist fantastisch, die Band an sich macht einfach unglaublich gute Musik. Beim M’era standen wir tatsächlich im schlimmsten Regen, waren nass bis auf die Knochen (meine Lederjacke war komplett durchgeweicht und ich konnte meinen Rock auswringen), nahmen einen Stromausfall in Kauf, nur um bei der Band zu bleiben. Hat sich gelohnt. Würde ich wieder machen. 

Muss ich zu In Ex noch etwas sagen? Haben wir sie nicht alle mit 16 gehört und geliebt? Eine schönere Hymne auf Rothaarige kenne ich nicht – Ok, Herrin des Feuers von Subway to Sally ist auch ziemlich gut 😉

Über mein Lieblingslied habe ich hier schon einmal hier geschrieben. Mehr gibt es da nicht zu sagen.
Gute Laune to go und ja, es ist wieder Mittelalterrock. Aber Versengold ist einfach witzig und wirklich gut, um auf diversen Festivals und Konzerten mit einem Met in der Hand tanzend mit zu grölen. Siehe M’era Luna Video. Erstaunlicherweise bin ich in der Masse nicht zu sehen, obwohl ich mittendrin stand, ich schwöre!



Ich gebe zu, es sind nur acht Bands geworden, dafür aber 12 Songs, die allesamt großartig sind.
Habt einen fantastischen Mittwoch
Lotte, die weiterhin durch Paris flaniert

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